MAYUMI, 2010

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2010
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‚MAYUMI‘, Fotoprint auf Alubond, 2010, 31cm x 46cm
Eine im Dunkel kniende Frau in einem eigens von der Künstlerin für Sie nach traditionellen Vorbildern gefertigtem und angekleidetem Kimono. Das Ankleiden als Ritual der Verwandlung. Der Name der Frau klingt japanisch. -Mayumi- Aber diese Frau ist keine Japanerin. Was ist die Geschichte dieser Frau, die doch die jap. Ästhetik zu beherbergen weiß? Die Künstlerin möchte den Betrachter auffordern, sich entlang der Ränder des Sichtbaren, also in der Dunkelheit, das verborgen Feine, das Wahre, das Sinnliche und Schöne, zu erkunden. Obwohl all das kaum erkennbar ist und im Schwarz der Fotographie liegt, ist es dennoch erspührbar.
M. Wirsig möchte mit dieser Arbeit die Dimension der Oberfläche verlassen und eine 4. Dimension erschaffen, die des fühlbaren „Dazwischen“ und sich gleichzeitig der unergründlichen Einheit der jap. Ästhetik von Körper und Seele nähern.
Lob des Schattens- Ein Entwurf einer jap. Ästhetik, Essay von Tanizaki Jun‘‚ichirõ. die Welt des Schattens
Das natürliche Gesetz der Dunkelheit im Kontrast zum Weiß der Haut so formuliert Jun‘‚ichirõ, für die ideale Schönheit der Frauen. Im Zusammenspiel der Dunkelheit, „Für die im Dunkeln wohnenden Frauen war es wichtig, Ein weißliches Gesicht zu haben, ein Körper war nicht nötig.... Für diejenigen, die die strahlenden körperlichen Reize der modernen Frau preisen, dürfte es schwierig sein, die geisterhafte Schönheit solcher Frauen nachzuvollziehen. Wir sind der Meinung, Schönheit sei in den Objekten selbst zu suchen, sondern im Helldunkel, im Schattenspiel, dass sich zwischen Objekten entfaltet.“

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